Die CSU hat jüngst eine Aufweichung der 10H-Regel in Bayern gegen Widerstand aus den eigenen Reihen beschlossen. Bislang galt, dass der Abstand von Windkraftanlagen zu Wohnbebauungen mindestens das 10-fache der Höhe einer Anlage betragen muss. Stattdessen soll jetzt nur noch ein Mindestabstand von 1000 Metern gelten. Aus Sicht der Staatsregierung kann dadurch Platz für bis zu 800 neue Windräder im Freistaat geschaffen werden.

 

Dazu äußert sich Prof. Dr. Ingo Hahn, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, wie folgt:

 

„Einmal mehr ist zu erkennen, dass sich die CSU von konservativer Politik weit entfernt hat. Sie outet sich als Handlangerin grüner Ideologie. Mit dem zunehmenden Ausbau von Windkraftanlagen und dem Näherrücken an Wohnsiedlungen werden Mensch und Natur stärker belastet.

Die Anwohner werden durch Infraschall und Schattenwurf geschädigt und das Vögel- und Insektensterben wird noch größere Ausmaße annehmen. Die weiteren Folgen des Windkraftausbaus für unsere Natur- und Kulturlandschaften sind noch kaum absehbar; dasselbe gilt für die befürchtete Austrocknung des Bodens. Diese kann sowohl das Lokalklima als auch die Wasserrückhaltefähigkeit der Böden negativ beeinflussen und somit das Überflutungsrisiko bei Extremwetterereignissen erhöhen. Der Erholungseffekt und der Genuss naturnaher Landschaften werden durch die weitere Industrialisierung unserer Umwelt beeinträchtigt. Zudem nimmt die Verlässlichkeit des Stromnetzes ab, da Windkraftanlagen nur dann Strom produzieren, wenn der Wind weht. In Zeiten einer sogenannten Dunkelflaute, in denen der Wind ausbleibt, steigt die Blackoutgefahr.

Nur die AfD steht als Heimatpartei für echten Umweltschutz. Wir lehnen die Aufweichung der 10H-Regel ab und fordern die CSU auf, sofort von diesem natur- und bürgerfeindlichen Vorhaben Abstand zu nehmen!“